Antje Blumenthal, Landesbeauftragte HH

Gerade die anstehenden Paralympics 2010 im kanadischen Vancouver und die hoffentlich umfangreiche, aktuelle wie auch spannende Berichterstattung in R4H wird die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Menschen mit Behinderungen richten. Wollen wir gemeinsam darauf setzen, dass auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wie auch die Privatsender den Sportlern und ihren respektablen Leistungen eine angemessene Berichterstattung zukommen lassen. Die aktuelle Diskussion um die UNBehindertenrechtskonvention sollte für alle Beteiligten ein weiterer kräftiger Motivationsschub und Anlass für weitere Aktivitäten sein.
In den vergangenen Jahren war der Umfang der Berichterstattung zwar immer noch zu gering, aber die Tendenz zeigt in die richtige Richtung. Gerade Ihre erfolgreiche Arbeit kann den privaten wie auch öffentlich-rechtlichen Sendern zeigen, dass auch mit solchen vermeintlichen „Nischen- oder Randthemen“ den Zuschauern Information und natürlich gute Unterhaltung geboten werden kann. Für mich ist ein Biathlonwettbewerb mit behinderten Sportlern mindestens genauso spannend wie ein Biathlonwettbewerb mit „nichtbehinderten“ Sportlern.
Ihre Berichterstattung wird die teilnehmenden Sportler aus Deutschland bei den Wettkämpfen in Vancouver ebenfalls motivieren, Höchstleistungen zu bringen. Die Sportler wissen, dass sie nicht nur durch Anfeuerung der Zuschauer an den Pisten unterstützt werden, sondern auch das „Mitfiebern“ in den heimischen Wohnzimmern oder anderen Orten wird ihnen eine große Motivation sein. An dieser Stelle daher auch ein herzlicher Gruß an unsere Olympioniken im fernen Kanada.
Ich sehe die Chance in den anstehenden Paralympics, dass noch mehr Menschen mit oder ohne Behinderungen auf das Angebot von Health-Media e.V. sowie R4H – das Radio für barrierefreie Köpfe – aufmerksam gemacht werden. Und das ist gut so! Denn seit dem Sie mit vielen ehrenamtlichen Helfern das Projekt R4H mit seinem speziellen Sendeformat Radio4Handicaps rund um die breiten Themenfelder „Gesundheit“ wie auch „Handicap“ ins Leben gerufen haben, konnten sie vielen Menschen mit oder ohne Behinderung gute Hilfestellungen geben. Viele von den mehr als 6,5 Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit Behinderungen wie auch deren Angehörige und Freunde profitieren von Ihrem Angebot.
Ich hoffe, dass Sie auch in den kommenden Jahren mit Ihrem ehrenamtlichen Team Ihre wichtige Arbeit für die Menschen in unserem Land – ob mit oder ohne Behinderung fortsetzen. Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute und verbleibe mit freundlichen Grüßen
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